Osterruhe gekippt

Ich bin ein wenig enttäuscht. Ich hatte gerade begonnen mit der Vorfreude auf die Osterruhe, da wurde sie auch schon wieder einkassiert. Wenn ich die kommenden Tage bei mir feststelle, dass die Enttäuschung deutlich länger anhält als die Vorfreude, nehme ich mir Gründonnerstag einfach einen Tag Urlaub und mache meine eigene Osterruhe. Das fällt dann in die Rubrik: Selbstfürsorge.

Interessant fand ich allerdings die Argumentation, mit der die Osterruhe gekippt wurde. Es wurde nicht die Wirkung eines harten Lockdowns (das wäre die Osterruhe ja gewesen) in Frage gestellt, sondern man stellte fest, dass es nicht möglich sei, die Osterruhe so schnell umzusetzen. Es gäbe zu viele ungeklärte Dinge bei der praktischen Umsetzung. Wie wird der Tag abgerechnet für Menschen, die arbeiten, und für Menschen, die nicht arbeiten; wie wird die Lieferkette von Schweinefleisch und Babynahrung gewährleistet; fährt die U2 im 10-Minuten-Takt oder im 20-Minuten-Takt. Fragen über Fragen, die erst einmal juristisch umfassend geklärt werden müssen, bevor man handeln kann. Wurde nicht genau dies – übertriebene Administration, die alles blockiert – die letzten Wochen ständig und von allen bemerkelt?

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