Lach-Hunger

Ich habe Lach-Hunger. Alles andere kommt im Lockdown mehr oder weniger zuverlässig ins Haus: Bestellungen, Essen, die Kolleg:innen, Informationen und Kultur, auch Sport, wenn man möchte – nur das Lachen bleibt auf der Strecke.

Lachen benötigt einen Resonanzraum, dann ist es ansteckend. Selbst Menschen, die die Ausgangssituation gar nicht lustig fanden, lachen mit. Bei virtuellen Treffen, bei denen meist alle außer dem Redenden stumm geschaltet sind, geht dieser Raum für schnelle kleine Bemerkungen und non-verbale Kommunikation verloren und sollte doch einmal eine Person still vor dem Computer vor sich hin lachen, ist der Abstand zu den anderen häufig zu groß, als dass es zu einer Ansteckung kommen kann. Wissen wir ja: Abstand verhindert Ansteckung. Eine Folge: Es wird nicht mehr gelacht. Ich hoffe, wir verlernen das Lachen in den kommenden Monaten nicht, denn beim Lachen ist es wie bei vielen anderen Dingen: Use it or lose it.

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