Cluster-Tagebuch

Ich schreibe jetzt ein Cluster-Tagebuch. Steht irgendwo drauf “ist gesund” oder “macht glücklich” gehöre ich zu den ersten, die es ausprobieren. Ein Cluster-Tagebuch macht genau genommen aber weder gesund noch glücklich. Mithilfe des Cluster-Tagebuchs soll man erkennen, wo man sich angesteckt hat, und es soll die Kontaktnachverfolgung erleichtern bzw. überhaupt ermöglichen. Ich bin in einem Alter, in dem ich schnell einmal vergesse, was ich mittags gegessen habe, ganz zu schweigen davon, wen ich vor 7 – 10 Tagen getroffen habe.

Und da setzt jetzt das Cluster-Tagebuch an. Ich muss nur zurückblättern und gucken, wen ich getroffen habe. Vielleicht lässt sich dann auch nachvollziehen, wo man sich angesteckt hat (wenn es denn dazu gekommen ist). Im Augenblick ist es meistens unklar, es sei denn, es handelte sich um ein Super-Spreading-Event. Deshalb sind m. E. auch die gemeldeten Ansteckungen in der Familie so hoch. Ca. 50 % wissen nicht, wo sie sich angesteckt haben, und von den anderen vermuten viele, dass sie sich in der Familie angesteckt haben, weil der Partner/die Partnerin auch krank ist. Aber vielleicht waren beide ja auch im Restaurant, Kino oder beim Sport und haben sich dort angesteckt.

Ich hoffe nicht, dass ich auf die Informationen in meinem Cluster-Tagebuch zurückgreifen muss, aber falls doch, bin ich vorbereitet, denn “Glück ist die Vermeidung von Unglück”.

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