„Meine Mutter wäre stolz auf mich“

Diesen Satz sagte kürzlich eine Freundin, als sie eine Verhaltensweise ihrer Mutter übernommen hatte, über die sie sich bis dato immer lustig gemacht hatte.

Mein Vater sammelt Servietten ein – selbst jetzt noch mit 90 Jahren im Altersheim. Es ist nicht so, dass er die Serviettenständer plündert, aber die zugeteilten Servietten werden pfleglich behandelt und hinterher eingesteckt. So finden sich in seiner Schublade Servietten von Weihnachten, vom Sommerfest und ganz normale Alltagsservietten in großer Anzahl – auch weil sie keine weitere Verwendung haben. Das ist bei mir ganz anders. Nachdem ich gelernt habe, dass mir das Servietten-Hamstern mehr oder weniger in die Wiege gelegt wurde und wissenschaftlich als transgenerationale Weitergabe bezeichnet wird, stecke ich mit Begeisterung Servietten ein und verwende sie für Obst, sandige Füße oder spare sie auf. Man weiß ja nie, wofür man sie noch brauchen kann 😉. Letzteres ist vermutlich auch transgenerational. Ich liebe die Wissenschaft, die für alles plausible Erklärungen hat.

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