Ent-Hamstern

Seit einigen Wochen nimmt der Alltag wieder Fahrt auf, und Toilettenpapier, Nudeln und Tomatensoße stapeln sich in den Regalen der Lebensmittelhändler wie vor der Pandemie. Viele stehen jetzt vor der nächsten Aufgabe: Das Ent-Hamstern. Mir war nicht klar, wie viel die Menschen teilweise eingelagert haben, bis ich heute am Rande ein Gespräch zwischen zwei Kollegen mitbekam. Der eine bot dem anderen eine große Menge Vollkorn-Nudeln an (der andere möge bitte morgen eine GROSSE Tasche mit ins Büro bringen). Der erste mag nämlich gar keine Vollkorn-Nudeln, hatte sie aber sicherheitshalber gekauft, als glücklicherweise Nudeln vorrätig waren. Auch ich habe hier noch diverse Sorten Linsen stehen, die mich am Anfang des Lockdowns beruhigten.

Da ich keine Lebensmittel wegwerfe, ist jetzt Aufessen angesagt. Glücklich können sich diejenigen schätzen, die Urlaub in einer Ferienwohnung oder einem Ferienhaus machen und mit dem Auto fahren. Da kann man schon einmal die Grundausstattung einpacken und zu Hause Platz schaffen. Bestimmt wird man da dann endlich das Brot backen, für das im März Mehl und Hefe gekauft wurden. Alle anderen werden jetzt vermutlich kreativ die Produkte verwerten müssen. Vielleicht gibt es bald auch Blogeinträge „Kreative Ideen für Vollkorn-Nudeln“ oder „Linsen auf dreierlei Art“ so wie es ganze Rezeptbücher für Zucchini gibt, die häufig in großen Mengen im Garten reifen.

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