Glück

Zu Beginn meiner Karriere als Glücksbotschafterin habe ich alles, auf dem „Glück“ stand, gekauft: Glückstee, Glückskekse, Kaffeebecher, Schokolade und Schaumbäder, die glücklich machen. Viel hilft viel. Bei „Bauernglück“, der Fleischmarke von Aldi, wurde ich stutzig und „Kauf Dich glücklich“ bei einem Textiliendiscounter konnte mich ebenfalls nicht überzeugen. Ich begriff, nicht alles, wo Glück draufsteht, ist auch Glück drin.

Und doch stelle ich immer wieder an mir fest, dass ich schneller zugreife, wenn mir ein Produkt verspricht, es macht mich glücklich. Meist macht man dabei ja nicht viel falsch. Tee hätte ich mir sowieso gekauft und wenn ich mich in dem Moment freue und vielleicht jedesmal beim Aufbrühen des Tees, ist ja schon viel erreicht.

Gestern bin ich wieder bei den Wegelagerinnen schwach geworden. Drei Mädchen sitzen vor ihrem Schrebergarten und verkaufen selbstbemalte Glücksbringer. Wir führten ein intensives Verkaufsgespräch, in dem sie mir versicherten, dass die Steine wirken. Ich glaubte es und freute mich, als ich sie zu denen aus der letzten Woche auf den Balkon legte. Ich bin mir sicher, dass die drei Mädchen auch glücklich waren, dass jemand ihre Glücksbringer gekauft hat. Eine klassische Win-Win-Situation.

Meine Glücksbringer – auf dem Weg zur Glücksschlange

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