Wait a Minute Mr. Postman

Seit Tagen, genau genommen seit 2 Wochen, warte ich auf ein Paket mit Lebensmitteln, das seit nunmehr fast 2 Wochen in Bremen liegt – so sagt es zumindest die Sendungsverfolgung. Ich beobachte mich dabei, wie ich erwartungsvoll bei jedem Lieferwagengeräusch ans Fenster gehe. Meist ist es kein DHL-Wagen, häufig noch nicht einmal ein Lieferwagen und wenn doch, dann klingelt der Bote nicht bei mir. Ich weiß, dass viele genau wie ich im Augenblick auf den Paketboten warten.

Früher war Warten Teil des Alltags, beispielsweise das Warten auf einen Anruf. Das war vor der Erfindung von Anrufbeantworter und Handy. Er hatte gesagt: „Ich ruf Dich an“ und je nachdem wie wichtig „er“ war, blieb ich die darauffolgenden Tage mehr oder weniger statisch neben dem Telefon sitzen. Zwischendurch nahm ich regelmäßig den Hörer ab, um zu prüfen, ob das Telefon auch funktionierte. Im Nachhinein muss ich Schmunzeln, aber damals war es ein echtes Drama. Erst später begriff ich, dass Männer und Frauen ein unterschiedliches Zeitempfinden bei Aussagen wie „ich ruf Dich an“ oder „ja, ich mach das“ haben.

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