Der Versorgungsengpass zieht weiter

Nachdem Ende Februar in Apotheken Desinfektionsmittel, Mund-Nasen-Masken und Einmalhandschuhe ausverkauft waren, im März/April dann Nudeln und Soße, Hefe, Mehl und Toilettenpapier fehlten, gibt es jetzt lange Schlangen vor den Kurzwarengeschäften. Gestern war im Schaufenster des Nähladens um die Ecke bereits ein großes Schild: „Gummiband ausverkauft“. Ich wollte kein Gummiband, sondern Schrägband. Das gab es nur noch in türkis. Wenn ich Montag jemanden mit türkisem Band an der Maske sehe, weiß ich, die Person kann nichts dafür, gab nichts anderes.

Viele erinnern sich aufgrund der Maskenpflicht oder schon vorher aufgrund der vielen Zeit zuhause an ein vergessenes Hobby. Nähen eignet sich hervorragend für die vielen Stunden zu Hause: Man ist beschäftigt; bei vielen Nähprojekten muss man sich konzentrieren, und man hat ein mehr oder weniger gelungenes Ergebnis in der Hand. Wenn man dann noch, wie jetzt überall bei den Community-Masken, für Familie, Freunde und Nachbarn näht, hat man ferner eine gute Tat getan sowie das Gefühl von Selbstwirksamkeit. Beides Dinge, die das Glücksgefühl stärken.

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