Sorgensack

Photo by Anna Shvets on Pexels.com

Gestern erklärte ich meiner dementen Mutter erneut am Telefon, weshalb ich sie zur Zeit nicht im Altersheim besuchen darf. Ich berichtete ihr von dem Corona-Virus, dass viele Menschen daran erkranken und erzählte auch, dass sich viele Menschen Sorgen machen. Wie immer hatte meine Mutter eine Lösung parat: „Sie müssen die Sorgen alle in einen Sack tun und diesen oben fest zubinden.“ „Aha, und dann Mama?“ Ich erwartete etwas wie „und dann den Sack ganz weit wegwerfen“. Doch sie hatte einen anderen Vorschlag: „Dann stellt man den Sack in die Ecke.“ „Und wieso das?“ „Man könnte ja noch etwas davon gebrauchen.“

Als ich später noch einmal an das Gespräch dachte, gefiel mir die Idee. Ich könnte aus dem Sack meine Sorgen von vor 4 Wochen rausholen, die mir heute deutlich kleiner vorkommen als zum damaligen Zeitpunkt.

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